Am plaça de Sant Joan in Son Servera erhebt sich die església parroquial de Sant Joan Baptista (Pfarrkirche des Heiligen Johannes des Täufers) (39.620740, 3.360410).
Die Errichtung des Gotteshauses geht auf 1622 zurück.
Es besteht aus zwei Gebäudeteilen.
Der südöstliche Baukörper beherbergt den Kirchenraum.
Er hat eine Länge von etwa 28 Meter und eine Breite von etwa 18 Meter.

Seine Fassade, die nahezu keine Schmuckelemente aufweist, ist fast vollständig geschlossen. Allein unterhalb der Dachtraufe sind die südwestliche und die nordöstliche Mauer jeweils von sechs kleinen Fenstern durchbrochen, während in die südöstliche Wand eine kleine Rosette eingebracht ist.
Die südwestliche Mauer verfügte an ihrer linken Seite ursprünglich über ein Portal, das heute zwar durch Mauersteine verschlossen, dessen Umrandung aber auch heute noch vorhanden ist. Oberhalb des ehemaligen Portals kragt eine halbkugelförmige Wölbung aus der Wand heraus, über der sich eine Mauernische eröffnet. Gegenwärtig verfügt seine südwestliche Wand in ihrer Mitte über ein schlichtes Portal, das außer seiner Umfassung kein Zierwerk aufweist.

In der Wandnische oberhalb des einstigen Portals ist die steinerne estatueta de Sant Joan Baptista aufgestellt. Der stehende Heilige Johannes der Täufer (*um 5 v. Chr. bis um 30), der in ein Tierfell gekleidet ist, wird an seiner linken Seite von einem ebenfalls stehenden Schaf begleitet, das sich mit seiner rechten Seite liebevoll an sein linkes Bein schmiegt. Während das dem biblischen Evangelium nach Markus 1, 6 EÜ entnommene Gewand aus Kamelhaaren auf das streng asketische Leben des Heiligen hinweist, der sich nach dem biblischen Evangelium nach Markus 1, 6 EÜ von Heuschrecken und Honig ernährte, bezieht sich das Schaf auf die Begegnung des Heiligen mit dem Gottessohn Jesus Christus, den er den Anwesenden nach dem biblischen Evangelium nach Johannes 1, 29 EÜ bekannt macht: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“. Seinen rechten Arm lässt Johannes entlang seines Körpers herabhängen, während er mit seiner linken Hand eine herabhängende Schriftrolle vor seine Brust hält. Die Schriftrolle deutet auf die predigende und missionierende Tätigkeit des Heiligen hin, die ihn als den Wegbereiter des Jesus Christus erscheinen ließ. Mit schulterlangen Haaren und vollem Bart erwidert Johannes wohlwollend den Blick seines Betrachters.
Die südöstliche Mauer verfügt über ein schlichtes Portal.
Der nordwestliche Baukörper besteht aus dem im Nordosten gelegenen Pfarrhaus und dem im Südwesten stehenden Glockenturm.
Er hat eine Länge von etwa 11 Meter und eine Breite von etwa 18 Meter.
Der nordwestliche Teil des Pfarrhauses verfügt über drei Etagen, während der südöstliche Teil nur zwei Stockwerke hat, auf denen sich eine Dachterrasse erstreckt. Das Pfarrhaus wurde nicht vollständig neu errichtet, vielmehr wurde ein bereits bestehender Wehrturm in seinen Bau eingebunden. Die Zinnen des ursprünglichen torre (Turms) dels Servera, des heutigen torre de sa Vicaria, sind noch heute vorhanden und verleihen dem nordwestlichen Baukörper weiterhin einen wehrhaften Charakter.

Der Kampanile, der eine quadratische Grundfläche mit einer Länge von etwa 6 Meter einnimmt, ragt über vier Stockwerke in die Höhe; seine Geschosse sind durch hervorstehende Simse deutlich voneinander getrennt. Auf das oberste Stockwerk ist ein quadratischer Dachhelm aufgesetzt, der nochmals eine volle Geschosshöhe erreicht. Der Eingang zum Turm liegt in der südwestlichen Wand, die über eine spitzbogenförmige Holztür verfügt. Während die südwestliche Mauer im ersten Stockwerk bis heute von einer Schießscharte durchbrochen wird, beherbergt sie in ihrem zweiten Geschoss eine kreisförmige Turmuhr. Nach allen Seiten sind die Wände des dritten Stockwerks jeweils von zwei bogenförmigen Öffnungen unterbrochen, die sich nahezu vollständig über die Mauerflächen ausdehnen.
Die Fertigstellung des Kirchenraumes in seiner heutigen Form erfolgte erst 1832; er wurde von 1963 bis 1970 von dem Architekten Miguel Fisac Serna (*1913 bis 2006) restauriert. Die Fertigstellung des Glockenturms dauerte bis 1888 an.
Der Kirchenraum verfügt über ein Schiff, über dem ein Tonnengewölbe schwebt. Er wird von fünf Seitenkapellen gesäumt, die überwiegend im Baustil des Barocks (1575 bis 1750) ausgestaltet sind.
Die Orgel stammt aus dem 17. Jahrhundert.